Programm Projekte und Arbeiten Kulturarchivs Oberengadin 2018
Allgemeines

Die Projekte und Arbeiten des Kulturarchivs Oberengadin werden jährlich im Voraus festgelegt. Sie dienen der Erfüllung des Zwecks und der Erreichung der Ziele des Vereins Kulturarchiv Oberengadin/Archiv culturel d’Engiadin’Ota, wie diese in den Statuten folgendermassen festgehalten sind:

Der Verein bezweckt die fachgerechte Förderung und Vertiefung der Kulturkenntnisse des Engadins und der angrenzenden Regionen insbesondere in den Bereichen Kunst, Architektur, Archäologie, Geschichte, Fotografie, Film, Literatur, Sprache, Musik, Naturkunde usw.

Dieses Ziel soll durch den Aufbau eines umfassenden Informationssystems erreicht werden und zwar mit Hilfe auswärtiger und einheimischer Personen und Institutionen, namentlich durch:

Sammeln, Aufarbeiten und Bereitstellen von Archiv- und Dokumentationsmaterial aller Art
Erteilen von mündlichen und schriftlichen Auskünften
Unterstützung des Kulturunterrichts inner- und ausserhalb der Schulen
Organisation von Ausstellungen und anderen Veranstaltungen
Förderung der kulturellen Aktivitäten im Allgemeinen
Der Verein kann Informationstexte und Publikationen herausgeben
Zur Erfüllung dieser Ziele kann der Verein Fachkräfte einsetzen

Der Sockelbeitrag von Seiten des Kreises Oberengadin und dessen elf Gemeinden sowie die Beiträge des Kantons Graubünden, Stiftungen und anderen Institutionen und Privaten erlaubt eine ganzjährige Offenhaltung des Archivs.

Der grösste Arbeitsanteil fällt auf die Entgegennahme von neuen wertvollen Dokumenten, die Einordnung, Archivierung und Restaurierung. Ein weiterer Teil des Aufwandes betrifft die Bekanntmachung der Archivalien ausserhalb des Archivs durch Präsenz in Medien, Zeitungsartikeln, Büchern, Ausstellungen und anderen Aktivitäten.

Um die Effizienz zu steigern arbeitet das Kulturarchiv mit anderen Archiven, Institutionen und Bildungsinstituten zusammen: Staatsarchiv Graubünden, Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaft, Institut für Bündner Kulturforschung, Fotostiftung Graubünden, Dokumentationsbibliothek St. Moritz, Kulturarchiv Unterengadin, Schulen und Hochschulen.

Die regelmässig aktualisierte Homepage www.kulturarchiv.ch, die reichhaltige Facebook-Seite und das detailreiche Online-Inventar machen zahlreiche Interessierte auf das Archiv und die  Dokumente aufmerksam.

Fachkundiges Personal gibt während der ganzen Woche telefonisch und schriftlich Auskunft und betreut die Archivbenützerinnen und -benützer, darunter etliche Studenten und Schüler, bei den Recherchen und der Verwendung oder Publikation der Dokumente. 


Inventarisation
Inventarisation und ergänzende Inventarisation von grossen Beständen

 

 

Schenkung Dolf Kaiser, Samedan/Zürich
Eingangsdatum: 3.6.2017

Die umfangreiche Dokumentation von Dolf Kaiser ergänzt den bereits eingeordneten Bestand. Er umfasst zahlreiche Dokumente zu seiner Forschung über die Auslandtätigkeit der Bündner Zuckerbäcker, zur Engadiner Bevölkerung und bestimmten Familien, von ihm erstellte Stammbäume, Fotografien von Porträtmalereien, einige Originalmalereien, alte Fotografien, Stereodiapositive, Stiche zu Bündner Themen usw. Die Dokumente stammen aus der Zeit 1700–1980. Die Auswahl wurde in Zusammenarbeit mit den Nachkommen von Dolf Kaiser, Urs und Sibylle Kaiser, getroffen.

Nachlass Guido Huder, Sent
Eingangsdatum: 8.7.2017

Vom Sammler Guido Huder sind dem Kulturarchiv Oberengadin durch seine Tochter diverse Dokumente geschenkweise übergeben worden. Diese ergänzen den bereits eingereihten Bestand. Die dazugekommenen Dokumente sind Schriften, seltene Fotografien und Publikationen zum Engadin, darunter ein Kassabuch des Juweliergeschäfts Rosina und zahlreiche sehr seltene Fotoaufnahmen vom alten Surlej und vieles Weitere.

Schenkung Gian Andrea Nogler, Bever
Eingangsdatum: 16.6.2017

Zahlreiche Dokumente diverser Engadiner Familien, insbesondere Agenden mit Einträgen und Zeitungsausschnitten von Ingenieur Andrea Biveroni, 1879–1951, Briefe und Korrespondenz der Familien Orlandi und anderen in Bever, Dresden, Breslau, sowie der Familie Gritti in Bever und Wien, ca. 1600–1880.

Schenkung Kurt Huber, St. Moritz
Eingangsdatum: 15.6.2017

Alte Schriften und Fotos zu Engadiner Hotels, Grafikentwürfe (Originalplakat), spezielle Zeitungsausschnitte zu den Themen „Truppen im Engadin“ und Segantini, Panoramazeichnungen des Meteorologen Gian Gensler „Rundsicht Piz Ot“, „Rundsicht Piz Padella“, Fotos zu Graubünden, Filmröllchen Paté Baby, alter Ortsplan von St. Moritz, usw.

Schenkung Ursina Bickerli-Klarer, Bern
Eingangsdatum: 23.6.2017

Aus dem Besitz der Mutter von Neisa Secchi, Tante von Ursina Bicherli-Klarer, aus dem Familiennachlass des Hauses Secchi in Zuoz.
Alte Bücher mit Widmungen und kurzer  Familienchronik, Porträtfotos der Familienmitglieder, Dokumente zum Militär- und Aktivdienst 1939, Gerichtsurteile 1943–1945, Korrespondenz 1800–1950 usw.

Nachlass Erika Suter-Bänziger, Arboldswil
Eingangsdatum: 3.7.2017

Das Kulturarchiv Oberengadin durfte ein wertvolles Bild entgegennehmen: ein gerahmtes Ölgemälde von Tommaso Frizzoni aus der Zeit um 1830 zum Thema „Celerina und San Gian“. Zudem wurden ein gerahmtes Bildchen von Anton Christoffel, ein Kindergeburtstagskalender mit Einträgen, ein Poesiealbum, Briefe der Familien Ganzoni in Celerina und Triest, 1830–1860, übergeben.

Schenkung Christa Schulthess, Silvaplana
Eingangsdaten: 19.7.2017

Fünf Zeichnungen des im Fextal tätigen Malers Ernst Rinderspacher, ca. 40 Plakate der Engadiner Konzertwochen, diverse Drucke und Zeichnungen, eine Engadiner Bott-Uhr.

Nachlass Segantini, Maloja
Eingangsdaten: 21.8.2001 bis 2017

Die Inventarisierung und Digitalisierung der Dokumente über Giovanni Segantini, insbesondere Briefe, Manuskripte, alte Fotos, Publikationen in Zeitschriften, Aufsätze, wird auch 2018 fortgeführt. Es kommen immer neue Dokumente dazu, die dem Archiv von verschiedenen Personen übergeben werden.
Sie werden im Online-Inventar eingefügt.
Das Kulturarchiv Oberengadin führt regelmässig Gespräche mit den Nachkommen von Giovanni Segantini und lässt sich vom Schweizerischen Institut für Kunstwissenschaft und Pro Litteris fachlich beraten Die Dokumente werden so abgelegt und digitalisiert dass sie zukünftig für eine Publikation verwendet werden können.
Die Briefe, Kopien, Fotos, Zeitungsausschnitte, seltenen Buchausgaben usw. stehen den zahlreichen Interessierten zu Forschungszwecken zur Verfügung. Es melden sich immer wieder Museen, Wissenschaftler, Studenten, Schüler, Filmemacher und Schriftsteller um diese zu nutzen.


Inventarisation von kleineren Beständen und verschiedene ergänzende Inventarisationsarbeiten

Inventarisation von kleinen Dokumentengruppen, die im Geschäftsjahr eintreffen und innert kurzer Frist zugänglich gemacht werden und Archivalien, die zu einem bereits bestehenden Nachlass gehören, aber nachträglich abgegeben werden
Detaillierte Erfassung von kleineren Beständen, die vorerst nur summarisch bearbeitet wurden.


Arbeiten innerhalb des gesamten Inventars

Überprüfung der Bestände
Aktualisierung der Bestandeslisten und Inventarisation
Umordnen von Archivalien
Bestimmen der Wichtigkeit sowie des geistigen und materiellen Wertes der Dokumente
Überprüfen der Sicherheit der Dokumente und Herstellung von Sicherheitskopien
Überprüfen der Konservierung der Dokumente: Eliminierung säurehaltiger Materialien
Überprüfen des Zustandes der Dokumente, Ausführung der Restaurierungsarbeiten


Verhandlungen betreffend Beständen im Kulturarchiv für Übernahme neuer Bestände

Verhandlungen über wichtige Bestände können  nur selten innerhalb eines Jahres abgeschlossen werden. Sie dauern meist mehrere Jahre weil der Entscheid oft innerhalb der Besitzerfamilie gefällt werden muss. Über mögliche zukünftige Eingänge wird sorgfältig Buch geführt - zurzeit sind es über 50. Regelmässig verhandelt wird über die Folgenden:

Fotonachlass von Captain Bligh, London
Stephen Bartley, London, bietet ca. 1000 Aufnahmen des Engadins aus der Zeit 1880-1910 von Captain Bligh an. Sie stellen eine wertvolle Ergänzung zu den im Kulturarchiv Oberengadin aufbewahrten 400 Originalfotos von Elizabeth Main dar. Die beiden Engländer waren befreundet und zur gleichen Zeit im Engadin.

Schenkung Erwin Bundi, Chur
Der Historiker hat dem Kulturarchiv Oberengadin seine Dokumentation über die wichtige Silserseefrage (Raumplanung usw.) und die dazugehörigen Ausstellungstafeln angeboten.

Nachlass Juvalta und Familien, Celerina, Poschiavo, Veltlin
Kontakt: Ricardo Juvalta, Romana Russenberger

Schenkung Dolf Kaiser, Bever und Zürich

Der Bestand wird laufend durch die Übergabe weiterer Dokumente des Bündner Geschichtsforschers ergänzt und mit genaueren Angaben versehen. An den Verhandlungen ist seit 2017 der Neffe von Dolf Kaiser Urs Kaiser wesentlich beteiligt.

Nachlass aus Kloster in Belgien
Ein privater Vermittler bietet von einer französischen Klosterfrau in Belgien ca. 600 einzigartige Glasdiapositive 6x6 cm von Sehenswürdigkeiten und Orten der ganzen Schweiz (Fribourg, Bern, Wallis, Aletschgletscher, Bern, Aargau usw.) an, davon 200 zum Engadin. Die Diapositive, aus der Zeit um 1900, sind alle originalbeschriftet.

Nachlass Josuel Bott, Samedan
Die Gespräche mit den Angehörigen betr. Dokumente zur Uhrenwerkstatt Bott und einem umfangreichen Schriftennachlass von Engadiner Familien werden weitergeführt.

Nachlass L’Orsa
Das Kulturarchiv Oberengadin wurde von Katharina von Salis auf Dokumente der Familie L’Orsa aus Silvaplana aufmerksam gemacht.

Nachlass Robert Maillard
Architekturpläne und Fotos des berühmten Brückenbauers, der insbesondere in Graubünden (Salginatobelbrücke) und im Engadin (Zuoz) tätig war. Gespräche mit den Nachkommen.

Schenkung Carla Mascarini, Mailand
Laufend erfolgen weitere Ergänzungen zur bereits übergebenen Schenkung insbesondere zu Elvezia Michel und Giuseppe Mascarini. Es steht die Übernahme von Zeichnungen und Bildern in Aussicht.

Nachlass Familie Orlandi, Bever
Dokumente der Familie, die u. a. in Dresden tätig war.

Nachlass Garage Palü, Samedan
Guido Ratti hat die Schenkung der Dokumente der Garage Palü in Aussicht gestellt.

Nachlass Florio Pult, Meyrin/Borgonovo

Weiterführung der Verhandlungen zur Ergänzung der bereits übergebenen Schenkung.
 Reichhaltige und umfangreiche Dokumentation über die Engadiner Nusstorte, den Pâtissierberuf der Engadiner Familien im Ausland, Briefe von Engadiner Familien, Unterlagen zu Samedan usw.

Nachlass Schucan, Sils-Maria
Weiterführung der Verhandlungen zu den rund 1000 alten Briefen verschiedener Silser Familien.

Schenkung Sturzenegger, Pontresina
Weitere Anfragen betr. Dokumentation über Familien aus Pontresina und dem Engadin.

Nachlässe Perini und Familien, Bever
Kontakt: Peter und Verena Perini, La Punt

Künstlernachlass Annamaria Reinalter, Brail
Die Familie von Annamaria Reinalter (vertreten durch Giachen Curdin und Romedi Reinalter) wünscht bei einer Übergabe des Künstlernachlasses gleichzeitig eine Buchpublikation. 

Nachlass Gustav Pinösch-Gredig, Pontresina/Vulpera
Die Nachkommen Pinösch-Gredig (vertreten durch Angela Jann) kündigen die Übergabe zahlreicher Dokumente in Ergänzung des bestehenden Nachlasses an.

Dauerleihgabe Marc Seidl
Dem Kulturarchiv Oberengadin wird die Dokumentation des Kunsthistorikers Mark Seidl über den Dekorationsmaler Antonio De Grada, der im Engadin gearbeitet hat, angeboten.

Diverse weitere Verhandlungen
Fotografien von Elizabeth Main, Glasnegative, wichtige Originalbilder, alte Schriften und Bücher mit Widmungen usw.


Einrichten von Bereichen im Kulturarchiv Oberengadin

Das Kulturarchiv Oberengadin  kann es sich leisten, in den stimmungsvollen Räumen und Depots der Chesa Planta mit einem etwas musealen Charakter in Erscheinung zu treten. Die Inszenierungen dienen dazu, die zu den Objekten gehörenden Dokumente und Geschichten zu illustrieren und für dem Archivbenützer den Zugang zu verschaffen.

Bereich „Englische Gäste im Engadin“

Nachlass Englische Kirche Pontresina und andere Bestände
Textilie der Englischen Kirche Pontresina, im Kulturarchiv Oberengadin aufbewahrt. Die Wichtigkeit der englischen Gäste im Engadin wurde durch die Ausstellung „Englische Gäste im Engadin“ des Museums Alpin in Pontresina nochmals hervorgehoben. Das Kulturarchiv Oberengadin hat mit wichtigen Dokumenten, insbesondere kunstvoll gestalteten Textilien und Gegenständen als Leihgaben dazu beigetragen. Diese sollen nach ihrer „Rückkehr“ ins Archiv in einem Raum gezeigt werden.


 

Bereich „seltene Fotos“

Diverse Bestände
In diversen Beständen befinden sich einzigartige, seltene Fotografien, Negative und Diapositive, die besondere Aufmerksamkeit verdienen. Die Aufnahmen, die bis anhin aus Sicherheitsgründen nur selten gezeigt werden konnten, sollen dem Publikum in einem archiv- und museumtechnisch optimal eingerichteten Bereich zugänglich gemacht werden.

 


Präsentation des einzigartigen Ölbildes von 
Tommaso Frizzoni „Celerina und San Gian“

Das Ölbild stellt die Landschaft bei Celerina in der Zeit um 1830 dar. Der Künstler, der in Bergamo und in Celerina wohnte, malte das Bild mehrmals. Die früheste bekannte Version ist jene aus 1797, die gleichzeitig das allererste Bündner Landschaftsgemälde überhaupt ist.
Die geheimnisvolle Geschichte um den taubstummen Maler und das Bild muss noch gelüftet werden.


Bekanntmachung des Kulturarchivs Oberengadin
Führungen

Führungen für Erwachsene und Gruppen
Die Führungen durch das Archiv von Dora Lardelli und ihren Mitarbeitern finden während des ganzen Jahres immer donnerstags um 16.00 und 17.00 Uhr, oft auch ausserhalb dieser Termine und in verschiedenen Sprachen, statt. Dieses Angebot wird im Radio, in Zeitungen, im Internet, in Programmheften und auf Plakaten bekannt gegeben.


Bekanntmachung bei Schulen und Bildungsinstituten

Die Kontakte zu Schulen, Bildungsinstituten und Universitäten werden intensiviert um auf die Dokumente des Kulturarchivs Oberengadin aufmerksam zu machen.
Es werden Führungen allgemeiner Art und zu spezifischen Themen, dem Alter der Schüler und Studenten entsprechend, angeboten.


Präsenz in den Medien und Kontakte zu Institutionen und privaten Interessenten

Die Präsenz in den Medien, bei Instituten, Gemeinden, in der Öffentlichkeit und in der Bevölkerung ist grundlegend wichtig, damit die Leute auf das Archiv aufmerksam werden und die Wichtigkeit der Kulturinstitution erkennen können.
Regelmässig werden Interessierte mit Unterlagen des Archivs beliefert.
Gedruckte Bestandeslisten werden an Gemeinden, Bibliotheken, Archive und andere Interessierte abgegeben.
Es finden pro Jahr mindestens vier Vorträge über Bestände des Kulturarchivs statt.
Das Kulturarchiv präsentiert sich regelmässig an öffentlichen kulturellen Anlässe.
Aktualisierung der Homepage und Einfügung zusätzlicher Inhalte und Übersetzungen.


Bekanntmachung der Bestände durch eine Dokumentation der multimedialen Ausstellungen von AlpenMythenSehen 

Die Anlässe von AlpenMythenSehen (organisiert von Regisseur Mark Blezinger und der Kunsthistorikerin Dora Lardelli) haben wesentlich zur Vermittlung der sonst in den Schachteln verborgenen Dokumente des Kulturarchivs Oberengadin beigetragen. Mit den Fassaden- und Innenraumprojektionen konnten seit 2013 etliche Juwelen des Kulturarchivs Oberengadin ans Tageslicht geholt und einem breiten Publikum gezeigt werden: Die historischen Herbarien (anlässlich von „Wunderkammer Engadin“ in der Chesa Planta Samedan und an der Fassade des Palazzo Salis in Soglio), die Dekorationsmalereien der Belle Epoque (anlässlich von „Lichtrausch Belle Epoque“ im Palace Maloja), die alten Glasdiapositive (anlässlich von „Laterna Magica“ in der Chesa Planta Samedan), zudem zahlreiche weitere Dokumente wie jene Segantinis (anlässlich der „Festa Segantini“ in Savognin).
Diese im Museumsbereich neue Art der Kulturvermittlung erhielt 2013 wegen ihrer innovativen Präsentation historischer Dokumente den Schweizerischen Kulturgüterschutzpreis. Die multimedialen Installationen wurden jeweils filmisch und in Texten festgehalten.
Diese Filme sollen nun zusammengestellt und mit einer Broschüre versehen werden damit diese interessierten Einzelpersonen, Institutionen, Medien und insbesondere auch Schulen zugänglich sind.


Ausstellungen und Beteiligungen an Anlässen

Ausstellung „Weine Romedi Madulain“

In Zusammenarbeit mit der Galerie La Suosta, Madulain

Aus dem reichhaltigen Nachlass der Weinhandlung Romedi, Madulain, werden wichtige Dokumente über den Veltliner Wein ausgewählt und gezeigt. Darin wird beschrieben wie die Firma Romedi seit 1860 die Weinfässer über den Berninapass transportierte und Bestellkarten von Grossanlässen wie Weltausstellungen, Schützenfesten und auch von New Yorker Grandhotels beweisen, wie beliebt dieser Trunk war.


Ausstellung „Dokumente Segantini“

In Zusammenarbeit mit dem Hotel Laudinella und dem Hotel Victoria, St. Moritz

Das Hotel Laudinella möchte 2018 einem breiten Publikum Segantini in Zusammenarbeit mit den diversen Segantini-Institutionen vorstellen. Dazu stellt das Kulturarchiv Oberengadin ausgewählte Dokumente aus diversen Nachlässen, Paneele, das Hörspiel und Tonaufnahmen zur Verfügung.Ebenso arbeitet das Kulturarchiv Oberengadin am Konzept mit.


Ausstellung „Dokumente Giovanni und Gottardo Segantini“

In Zusammenarbeit mit dem Atelier Segantini, Maloja

Das Atelier Segantini (Verein Segantini Maloja) präsentiert regelmässig Themen zu Giovanni Segantini und seinem Umfeld. 2018 wird das Thema „Giovanni und Gottardo Segantini“, das bereits 2017 gezeigt wurde, nochmals mit weiteren Dokumenten, die unterdessen abgegeben wurden, präsentiert (dazu auch wichtige Originalbilder). Gottardo Segantini wird erstmals in der Kunstgeschichte in einem öffentlichen Museum zentrale Aufmerksamkeit gewidmet.


Abklärungen, Vorbereitung und Beteiligung des Kulturarchivs an diversen Ausstellungen und Buchpublikationen

Ausstellungen „Fotograf Gustav Sommer“ (Zusammenarbeit mit Pro Grigioni Italiano), in der Galerie der Pro Grigioni Italiano in Poschiavo

Ausstellung „Pfarrer Camill Hoffmann“ (Zusammenarbeit mit den Nachkommen), möglicherweise in St. Moritz

Buchpublikationen „Der Dekorationsmaler Kaspar Donatsch“ (Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte und Andrì Donatsch)

Buchpublikation „Die Künstlerin Annamaria Reinalter“ (Zusammenarbeit mit dem Institut für Kulturforschung und der Familie Reinalter)

Buchpublikation, Kunstedition „Fotograf Gustav Sommer“ (Zusammenarbeit mit der Familie Sommer) 

Buchpublikation „Reiseplakate aus aller Welt, Nachlass Jenny“ (Zusammenarbeit mit Kunstverlag und Dora Lardelli)

Buchpublikation „Jubiläum 30 Jahre Kulturarchiv Oberengadin“


Jubiläum 30 Jahre Kulturarchiv Oberengadin

Am 11. August 2018 wird das 30-jährige Bestehen des Kulturarchivs Oberengadin gefeiert!

An diesem Tag werden einige „Perlen“ des Archivs präsentiert:
- Das Bild von Tommaso Frizzoni „Celerina und San Gian“, um 1830
- Seltene Fotos aus diversen Beständen
- Die wichtigsten Dokumente des Kulturarchivs Oberengadin 

Neu erscheint eine Broschüre „30 Jahre Kulturarchiv Oberengadin“, zusammengestellt anhand der Dokumentationen der letzten 30 Jahre und das aktualisierte Verzeichnis der 500 Archivbestände.
Am Abend wird in Zusammenarbeit mit AlpenMythenSehen und der Chesa Planta eine
Fassadenprojektion das Publikum auf den speziellen Anlass hinweisen.
Zudem wird der Film von AlpenMythenSehen mit den Inszenierungen von Beständen des Kulturarchivs, insbesondere den Herbarien, der Dekorationsmalerei, der alten Laterna-Magica-Aufnahmen und weitere Dokumente zu Kunst, Naturwissenschaft und Landschaft gezeigt.


Bedienen der Archivbenutzer

Während der ganzen Woche und des ganzen Jahres:

Bereitstellen der Archivalien für Archivbenutzer (auch Museen und Ausstellungsorte), Veranlassung und/oder Herstellung von Kopien und Digitalaufnahme
Erteilung von Auskünften im Archiv und auf dem Korrespondenzweg
Beantwortung von Anfragen mit entsprechenden Abklärungen, Zurverfügungstellung und/oder Zustellung der Kopien und Digitalisisate
Beratung der Benutzer und Hilfestellung beim Suchen


Weiterbildung und Einarbeitung von Personal

Der Verein Kulturarchiv Oberengadin beabsichtigt die Nachfolge der Archivleitung und eines Teils des Personals zu regeln und plant in den Jahren 2018 bis 2020 neue Arbeitskräfte einzuschulen. Dabei muss die Suche der neuen Archivleitung besonders sorgfältig erfolgen weil die Qualifikation sehr spezifisch und der Aufgabenkatalog sehr breit gefächert ist. Auch ist eine Bereitschaft für ausserordentliches Arbeiten gefragt.